Pressemitteilung 26.4.22 Kein Abriss!

Der Bezirk steuert auf eine Einigung mit dem Eigentümer zu und will den Abriss der Habersaathstraße genehmigen. Es wäre das Ende von #Wohnraum für die 50 ehemals obdachlosen Bewohnerinnen und die neun verbliebenen Haushalte Altmieterinnen. Eine skandalöse Einigung!
Unsere PM 👇

Stadtpolitischer Spaziergang gegen Instandhaltungsrückstau und Abriss

Allein im letzten Jahr wurden in Berlin 516 Anträge auf Abriss von Gebäuden freigegeben. Diverse Mieter*innen und Projekte sind akut von Abriss betroffen und stehen kurz davor, ihr Zuhause und ihre Räume zu verlieren. Abgerissen wird viel zu oft im Namen von Profitinteressen, weil die Instandhaltung vernachlässigt wird und nicht weil ein Neubau sozialer, geschweige denn ökologischer wäre. So bedeute Abriss Verlust von bezahlbarem Wohnraum, Verdrängung von Menschen und die Zerstörung der Umwelt in Zeiten von Leerstand, sozialer Ungerechtigkeit und Klimakrise.

Wir laden euch deswegen zu einem stadtpolitischen Spaziergang ein – gegen Abriss, gegen spekulativen Leerstand und für bezahlbare Mieten und Wohnen für alle Menschen!

Wir werden an einigen abrissbedrohten Häusern & Projekten vorbeilaufen und etwas zu ihren Kämpfen hören.

Abriss ist keine Alternative!


Last year alone, 516 applications for the demolition of buildings were approved in Berlin. Various tenants and projects are acutely affected by demolition and are about to lose their homes and spaces. Demolition is far too often carried out in the name of profit interests, because maintenance is neglected and not because a new building would be more social, let alone ecological. Thus, demolition means loss of affordable housing, displacement of people and destruction of the environment in times of vacancy, social injustice and climate crisis.

We therefore invite you to an urban political walk – against demolition, against speculative vacancy and for affordable rents and housing for all people!

We will walk past some houses & projects that are threatened with demolition and
projects and hear something about their struggles.

Demolition is not an alternative!

Anti-Abriss-Kiosk am Hermannplatz

Die Habersaathstraße 40-48 lädt zum Hermanplatz ein! Kommt am 27.03. 14h-18h zum „Anti-Abriss-Kiosk“ um gemeinsam gegen Abriss zu cornern:)

Die Habersaathstraße 40-48 ist ein von Wohnungslosen instandbesetztes Haus. Anfang Januar 2022 konnten mehr als 50 Menschen leerstehende Wohnungen ihrem eigentlichen Zweck zurückführen-> dem Wohnen! Für Wohnungen für alle gegen Ressourcen verschwenderischen Abriss zeigen wir dem Ausverkauf der Stadt die Zähne! Kommt vorbei!

Hermannplatz Ecke Hasenheide neben dem Kartoffelpuffer-Imbiss

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The Habersaathstraße 40-48 invites you to the Hermanplatz! Come on 27.03. 14h-18h to the “anti-demolition kiosk” to hang out together against demolition:)

Habersaathstraße 40-48 is a house occupied by homeless people. At the beginning of January 2022, more than 50 people could return vacant apartments to their proper purpose-> housing! For housing for all and against resources wasteful demolition! Come by!

Hermannplatz corner Hasenheide next to the Kartoffelpuffer place.

Wir haben ein Fundraiser gestartet!


Nach der Besetzung der leerstehenden Wohnungen in der Habersaathstrasse 40-48 ziehen nun die ersten obdachlosen Menschen in ihr neues Zuhause. Der Bezirk hat einer Nutzung der Gebäude zugestimmt, indem er eine Vereinbarung mit dem Eigentümer getroffen hat. Die Häuser bieten nun Wohnraum für ca. 60 Menschen, die vorher auf der Strasse gelebt haben. Der Träger „Neue Chance“, der die Bewohnenden mit sozialarbeiterischen Angeboten unterstützt, hat ebenfalls in dem Haus ein Büro bezogen.Die Initiative Leerstand-Hab-ich-Saath, die bei der Versorgung der neu Eingezogenen mit unterstützt, sammelt nun Spenden für den dringenden Bedarf der Menschen, die neu im Haus wohnen. Neben alltäglichen Dingen, wie Bettwäsche und Decken, fehlen viele Einrichtungsgegenstände, wie Möbel und Lampen. Die neuen Bewohnenden erhalten bereits viele Sachspenden und freuen sich sehr darüber. Aber es braucht auch Geld für wichtige Besorgungen, um den Weiterbestand des Hauses zu gewährleisten und die Wohnungen wohnlich zu machen.

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