Wir haben ein Fundraiser gestartet!


Nach der Besetzung der leerstehenden Wohnungen in der Habersaathstrasse 40-48 ziehen nun die ersten obdachlosen Menschen in ihr neues Zuhause. Der Bezirk hat einer Nutzung der Gebäude zugestimmt, indem er eine Vereinbarung mit dem Eigentümer getroffen hat. Die Häuser bieten nun Wohnraum für ca. 60 Menschen, die vorher auf der Strasse gelebt haben. Der Träger „Neue Chance“, der die Bewohnenden mit sozialarbeiterischen Angeboten unterstützt, hat ebenfalls in dem Haus ein Büro bezogen.Die Initiative Leerstand-Hab-ich-Saath, die bei der Versorgung der neu Eingezogenen mit unterstützt, sammelt nun Spenden für den dringenden Bedarf der Menschen, die neu im Haus wohnen. Neben alltäglichen Dingen, wie Bettwäsche und Decken, fehlen viele Einrichtungsgegenstände, wie Möbel und Lampen. Die neuen Bewohnenden erhalten bereits viele Sachspenden und freuen sich sehr darüber. Aber es braucht auch Geld für wichtige Besorgungen, um den Weiterbestand des Hauses zu gewährleisten und die Wohnungen wohnlich zu machen.

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gofund.me/6c6605a6

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Pressemitteilung 31.12.21 Wir sind eingezogen!

Pressemitteilung 31.12.2021

Die Habersaathstraße bekommt neue Bewohner*innen – wohnungs- und obdachlose Menschen ziehen endlich ein.

Fast zwei Wochen nach der Besetzung der leerstehenden Wohnungen in der Habersaathstraße ziehen nun endlich die ersten wohnungs- und obdachlose Menschen in ihr neues Zuhause. Somit werden im Laufe des Wochenendes alle 54 Wohnungen die wir zur Verfügung gestellt bekommen haben wieder belegt werden. Für viele der anwesenden Menschen, die auf der Straße gelebt haben war es eine sehr emotionale Situation, als am Mittwoch, den 30.12. am Nachmittag die ersten Wohnungen bezogen werden konnten.
„Wir haben einen unglaublichen Erfolg erkämpft und Wohnraum für Menschen geschaffen, die sonst nur mit Notschlafplätzen und Suppenküchen abgespeist werden. Dies zeigt mal wieder, ohne Druck von unten wird kein Bezirk aktiv werden. Lasst uns nun den Leerstand in anderen Bezirken beenden, denn gegen Obdachlosigkeit hilft nur eine Wohnung!.“ kommentiert Valentina Hauser den Erfolg der Initiative.
Nachdem die Initiative Leerstand Hab ich Saath alle Vorkehrungen für die Einhaltung des Brandschutzes selbst getroffen und Rauchmelder sowie Feuerlöscher fachgerecht installiert hat, stand am Mittwoch einem Einzug nichts mehr im Wege. Der Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel veranlasste die Einweisung der wohnungs- und obdachlosen Menschen durch das Sozialamt.
„Mit Hilfe von zahlreicher Spenden konnten wir selbst für Brandschutz im Gebäude sorgen, auch wenn dies eigentlich die Aufgabe des Eigentümers gewesen wäre. Dieser hält jedoch weiterhin am Abriss fest. Für uns ist völlig klar. Der Abriss des Gebäudekomplexes kann keine Gegenleistung für die Bereitstellung der Wohnungen sein. Wir werden uns gegen den Abriss stellen und diesen verhindern!“ gibt sich Hauser siegessicher.
Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Außerdem laden wir am Montag, den 3. Januar 2022 ab 14 Uhr alle Pressevertreter*innen zu unserer Einweihungs-Kundgebung vor unser neues Zuhause in der Habersaathstraße ein.

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Die Wohnungslose Bühne soll bleiben!

Gedenken von unten

Das auf dem Leopoldplatz entstandene Denkmal hat die Form einer Bühne. Die Schriftzüge auf der Holzplatte setzen den Ort in Beziehung zur Besetzung der Habersaathstraße 46 im Jahr 2020. Darauf sind die Wünsche und Sehnsüchte von obdach- und wohnungslosen Menschen verewigt. Die Bühne ist somit eine Intervention: Sie gibt diesen Menschen eine Stimme, verschafft ihrer Perspektive und ihren Wünschen einen Ausdruck im öffentlichen Raum.Die wohnungslose Bühne ist aber auch eine reale Möglichkeit für jede*n, sich eine Bühne zu nehmen, Gehör zu finden. Auch und gerade für die, denen sonst nie zugehört wird. Die Bühne soll ein Ort der Versammlung und des Austauschs sein. Ein Ort, um die gesellschaftlichen Verhältnisse, die ihn nötig machen, offensiv anzuprangern. Aber auch ein Ort, an dem Menschen trauern können und all jenen gedenken, die den menschenverachtenden Zuständen zum Opfer gefallen sind.

Unterstützt die wohnungs- und obdachlosen Menschen in der Aneignung dieses Gedenkortes und kämpft mit ihnen zusammen für einen Verbleib des denkmals an diesem Ort!.

Unterschreibt unsere Petition!

https://www.openpetition.de/petition/online/das-denkmal-wohnungslose-buehne-im-wedding-soll-legalisiert-werden

Mehr dazu hier: https://strassegegenleerstand.de/?page_id=696

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